Mittwoch, 22. August 2012

Turku-die letzten beiden tage

Hei hei,
jetzt melden wir uns zum letzten Mal aus Finnland.
Hier unser Bericht von gestern, Dienstag d. 22. August:
Gestern waren wir in der Burg von Turku.
Die Burg ist ein imposantes Gebäude aus dem 13. Jahrhundert. Sie ist das größte mittelalterliche Gebäude Finnlands.
Burg von Turku

Wir teilten uns in Mädels- und Jungensgruppe auf.
Während die Damen, begleitet von einem Burgfräulein, eine englischsprachige Führung genossen, begaben sich die Herren auf eine dreistündige Expeditionstour.
unterwegs mit dem Burgfräulein
















Durch unzählige Gänge und Zimmer, Trepp auf, Trepp ab entdeckten sie sogar das Verlies.
Wir sahen Schmuck, Kleidung, Gebrauchsgegenstände, Werkzeuge - kurz alles was im Mittelalter benutzt wurde.
Die Ritter der Tafelrunde







In der Burgkapelle zündeten wir eine Kerze an, damit der Heimflug morgen gut verläuft.
Nach so viel Entdeckungsreise erholten wir uns im Museumscafé.



Die Galerie




Drachentöter Ralf













Drachentöter Lars

Drachentöter Karl-Heinz

Drachentöter Franz


Drachentöterin Rosi





ein trautes Paar


Gestärkt mit einer Tasse "Refill" (das ist der finnische Kaffeeschnitt) ging es dann mal zum "Kurzshoppen" auf den Marktplatz.




Das Burgkaffee




Dom innen mit Orgel
Eigentlich waren nur die Frauen shoppen - die Herren hatten noch nicht genug von Sightseeing und schauten sich noch den Dom von innen an.
Der Dom von Turku


Nach dem Abendessen bei unserem iranischen Pizzabäcker spazierten wir noch an der Aurapromenade entlang.
Wir fuhren mit der öffentlichen, kostenlosen Föri über die Aura und genossen den herrlichen Tagesabschluss.






Die Föri



Heute, Mittwoch war am Vormittag "Restgeldausgeben" angesagt. Wir stürmten den Souvenirladen unseres Vertrauens und jeder fand das Passende.
In der Markthalle entdeckten wir finnische Spezialitäten, probierten Rosenmarmelade, Fischsnacks.....
Die Markthalle

Zufriedene Kunden









Unser nächstes Ziel war das "Aboa Vetus & Ars Nova". Dies ist eines der bedeutendsten Museen hier in Turku. Es beschäftigt sich mit der Geschichte der ehemaligen Hauptstadt und im oberen Teil ist eine zeitgenössische Kunstausstellung.

Der Elefant









Der Elefant mit uns



Wir machten eine Zeitreise von der Entstehung
Turkus bis in die Gegenwart und spürten ein bisschen die Atmosphäre von damals.
Anhand der Geschichte des "kleinen Mattis" erlebten wir den Alltag des Mittelalters. Wir hörten Musik, bauten Holzfässer, legten Puzzles und Fensterbilder.

Die Kapelle
Der zeitgenössische Teil des Museums zeigt Fotografien und Installationen von finnischen Künstlern.
Hornkunst
Hei,hei
Der Hirvi fliegt mit
Ein neugieriger Hirvi















Neben spektakulären visuellen Eindrücken, wir sahen Tiere aus Drahtgestellen, Stoff, Leder und Fell, Flieger mit Elchgeweih, Kuhhörner an Zinkketten, Landkarten aus verschiedenen Tierfellen, Galgenstricke aus Angelhaken...




hörten wir in einem Raum auch akustische Kunst.
Nach so vielen Eindrücken hieß es noch schnell eine Tasse Kaffee trinken und dann fuhren wir zurück ins Kloster zum Duschen und Koffer packen.
Den letzten gemeinsamen Abend werden wir noch bei Pizza und einem Gute-Nacht-Trunk ausklingen lassen.



Tschüss bis morgen Abend
Eure Finnlandfahrer!!!!!!!




Montag, 20. August 2012

scheren nein schären und kirchen aus stein

Heute waren wir auf der kleinen Ringstrasse unterwegs. Charakteristisch für das Schärengebiet sind die vielen Brücken und Fähren die man braucht um diese Rundfahrt unternehmen zu können.
Das Schärengebiet rund um Turku umfasst sehr viele kleine Inseln, deren genaue Zahl man nicht bestimmen kann.
Über Naantali ging es nach Rymättylä.
Hier besuchten wir eine Steinkirche und schauten uns ein Freilandmuseum, welches leider geschlossen war, an.
Mutige erklommen eine einsturzgefährdete Mühle.


Weiter ging es dann nach Hanka. Da wir noch genügend Zeit hatten bis zur Abfahrt der nächsten Fähre, erforschten wir die Insel. Bei einem besonders schönen Eckchen machten wir Picknick und gingen auf Fotosafari.
Um 14.00 Uhr fuhren wir dann mit der M/S Östern durch das Schärengebiet nach Nagu.


Der erste Stopp war an der Insel Seili, auf welcher früher Leprakranke lebten.
Heute ist auf der Insel eine Meeresforschungsstation.
Auf der Weiterfahrt begleitete uns ein Seeadler.

Nach einer Stunde Überfahrt erreichten wir Nagu.
Auch hier mussten wir eine Fähre benutzen um weiterfahren zu können. Laut Navi brausten wir mit 14 km/h über die See.
In Sattmark wurden wir nicht satt, da montags die Fischkate geschlossen hat.

Also hieß es weiter fahren. In Pargas umrundeten wir eine geschlossene Sandsteinkirche und stürmten in den geöffneten Fischladen.

Jetzt endlich, eingedeckt mit Lachsfamilie im Brötchen konnten wir uns für den Rest der Rundfahrt stärken.
Gemächlich fuhren wir die restlichen 30 km nach Turku zurück.
Nach einem kurzen Erfrischungsstopp in unserer Unterkunft, liefen wir zum iranischen Pizzabäcker unsres Vertrauens.
Die Auswahl war schwierig, da es dreißig verschiedene Sorten gab und das auf finnisch.
Aber jeder fand seine Lieblingspizza.


Mit einem Abendspaziergang durch das schönste Viertel Turkus und der Umrundung der zweitgrößten Kirche Turkus, beendeten wir diesen schönen Tag.
Gute Nacht.  

Sonntag, 19. August 2012

sonntag in turku

Als wir heute Morgen bald aufstanden (hier ist leider schon um 9.00 Uhr die Küche geschlossen), regnete es.
Nach ausgiebigem Duschen liefen wir dann trotzdem los.

Wir besuchten das Forum Marinum. Das ist ein sehr großes Museum in dem wir alles über Schifffahrt erfuhren.
Zuerst bewunderten wir verschiedene Segeljachten, die man teilweise sogar von innen besichtigen kann.

Wir sahen Filme, die uns zeigten, wie Holzschiffe im Mittelalter gebaut wurden und wie heute große Schiffe geschweißt werden. Wir erfuhren viel über die finnische Schiffbaugeschichte.
Hier in Turku gibt es eine große Werft, in der berühmte Fährschiffe gebaut wurden aber auch Tanker für Ölscheiche.

Es gibt eine eigene Abteilung die sich mit dem Thema "Seerettung" beschäftigt. Hier konnten wir ausprobieren, wie es ist, wenn ein Schiff kentert und man sich retten muss.
Mutig wie wir sind liefen wir an einem schrägen Balken entlang. Das ist ganz schön anstrengend.

Durch ein Seerohr konnten wir heimlich den Parkplatz beobachten.

Nach so vielen Schiffen auf dem Trockenen, waren wir ganz schön durstig und gingen einen Kaffee trinken.


Insgesamt sind wir heute 9,54 km gelaufen - laut Anna´s km-Zähler. Jetzt sind wir ganz schön müde, ein paar Unermüdliche machen noch die Stadt unsicher und wir vergnügen uns jetzt beim Spieleabend.

Tschüss bis bald.





route 66

Hei hei, uns gibt es noch.
Gestern, Samstag war unser Anreisetag hier nach Turku.
Völlig entspannt fuhren wir gegen 10.30 Uhr in Honkiniemi ab.
Natürlich haben wir uns vorher von Janne und seiner Crew verabschiedet und versprochen, dass wir wieder kommen.
Vielen Dank Janne für die schöne Zeit in Honkiniemi.

Vielen Dank für die schöne Zeit


Auf der Fahrt hierher nach Turku machten wir in Ylinen Zwischenstopp.
Aufgrund eines heißen Tipps von der Werkstatt in Jalasjärvi haben wir erfahren, dass hier das große "Ylisfestarit" mit sehr bekannten finnischen Bands wie z.B. "Helloo Helsinki" stattfindet.
Auf youtube könnt ihr euch unter Ylinen Ylisfestartit eine Band von 2011 anhören.
Es war ganz schön heiß.
Leider hatten wir nur zwei Stunden Zeit da zu bleiben, dann mussten wir weiterfahren.


Christine mit finnischem Tanzpartner

Ylisfestival


Gegen 17.30 Uhr waren wir dann in Turku, bei unseren Brigittaschwestern.
Das Brigittaschwesternhaus
Das Haus ist schön, die Betten sind bequem aber uns fehlt der Wald von Honkiniemi. Dafür gibt es keine Schnacken mehr.
















Nach dem Abendessen haben wir noch einen kleinen Spaziergang an der Strandpromendade des Aura-Flusses unternommen.
Dabei gab es sehr viel zu sehen. Hier in Turku findet im Moment die Swan-Regatta statt. Deshalb können wir viele Yachten bewundern.



Yachtparade

Schöne Musik leider ohne Ton

Wir liefen bis zur berühmten Walflosse genannt die "Harmonia", die von dem Berliner Künstler Achim Kühn entworfen wurde. Bei Harfenmusik, gespielt von einem Straßenmusiker,
 bewunderten wir die Skulptur und genossen den Abend
Nun was sollen wir sagen liebe Freunde: andere Länder, andere Sitten.
Während wir ahnungslos an der Promenade zurück schlenderten passierte es. Ein Yachtbesitzer - wie Gott ihn schuf - versuchte sein Boot zu befestigen. Seinen Erfolg belohnten wir und etliche Zuschauer mit Applaus.

Danach fielen wir totmüde ins Bett. Gute Nacht.





Freitag, 17. August 2012

aus die maus

So, unser letzter Tag hier in Honkiniemi geht dem Ende entgegen.
Heute haben wir es uns erlaubt uns sind später aufgestanden (ca. 10 Minuten).
Nach dem Frühstück kamen wir in den Genuss mit Janne auf dem großen Kirchenboot einen Ausflug über den See zu machen.

Schwimmwestenanprobe

Bei herrlichstem Sonnenschein und absoluter Windstille erreichten wir fast Tampere ;)
Unser Steuermann Janne trieb uns zu Höchstleistungen an...
Gleichmäßig, wie der deutsche Gold-Achter bei Olympiade, erhöhten wir ständig unsere Schlagzahl. Mit wehenden Haaren und Bärten schwebten wir wie ein Katamaran über den See.
Unsere fahrt nach Ähteri
Die Barsche und Karpfen verfolgten uns und hatten große Mühe mitzuhalten.
und zurück

Nach zwei Stunden legten wir wieder am Steg an. Janne musste die Ruder kühlen und den riesengroßen Anker auswerfen.
Völlig erschöpft, dehydriert schleppten wir uns mit letzter Kraft zur Lagerfeuerstelle.
Wir stärkten uns mit allem was unser Kühlschrank so hergab:
Nürnberger Bratwürstli, Quietschkäse, Finnische Bratwürste, Maiskolben, Restpilze und tote Fische.
Danach war fast Schluss mit lustig: eine gewaltige Gewitterfront zog am Horizont auf. Armin und Andreas hatten Mühe das Grillgut vor dem Sturm zu retten.
Aber wie das so hier in Finnland ist: einmal scheint die Welt unter zu gehen und im nächsten Moment scheint die Sonne.
Nach dem Koffer packen begaben sich noch einige Mutige zur letzten Seeschlacht. Frisch geduscht und gestylt waren drei Boote auf dem Wasser. Bewaffnet mit Schöpfern und Eimern lieferten sich drei Boote einen Kampf. Danach hieß es nochmals duschen.
Wir werden den letzten Abend ruhig ausklingen lassen und noch einen Film anschauen.
Hoffentlich klappt es, dass wir uns weiter aus Turku melden können, wenn nicht seid nicht bange, dann erzählen wir euch alles zu Hause.

Bis bald liebe Grüße an alle und Danke auch für eure Kommentare   EURE FINNLANDFAHRER-GRUPPE
P.S. Schaut mal in die "älteren" Berichte, wir haben neue Bilder eingefügt.

Janne der Skipper

Donnerstag, 16. August 2012

toimentakeskus

Nachdem wir ja gestern etwas spät ins Bett gekommen sind, mussten wir dafür heute umso früher aufstehen.
Wir leiden unter Schlafmangel - schickt uns eine Tüte Schlaf.
Um die Mittagszeit waren wir heute in Seinäjoki in der Werkstatt. Dort wurden wir schon erwartet.
Nach einer kurzen Begrüßung teilten wir uns in zwei Gruppen und schauten uns ganz genau die Werkstatt an.
Wir haben verschiedene Bereiche kennengelernt.
Handarbeit - Schreinerei - Trainingscenter.
Die Werkstatt ist viel kleiner als bei uns und es arbeiten dort auch weniger Menschen als bei uns. Maximal 13 Personen mit zwei Betreuern sind in einer Gruppe.

Der Tagesablauf

Der Tagesablauf ist etwas anders als bei uns.
Sie fangen um 8.30 Uhr mit der ersten Kaffeepause, das Arbeiten an. Dann wir ein bisschen spazieren gegangen oder Gymnastik gemacht und dann ist um 10.00 Uhr  wieder eine kleine Pause.
Danach geht jeder in seinen Bereich. Besonders schön finden wir, dass jeder seine Tätigkeiten selbst aussuchen kann.
Ein Gruppenraum
Um 12.00 Uhr ist dann gemeinsames Mittagessen.
Dann wird bis zur nächsten Pause, um 14.00 Uhr wieder gearbeitet und um 15.00 Uhr ist Feierabend.
Ich glaube ich will hier auch arbeiten.








Zum Schluss verabschiedeten wir uns schweren Herzens von Kirsi. Sie hat das gesamte Programm, was wir in der letzten Zeit hier erlebt haben, organisiert. Ohne sie hätten wir das nie so geschafft und sie war auch bei allen Programmpunkten dabei und hat ganz viel ins Finnische gedolmetscht. KIITOS KIRSI!!!

Kiitos Kirsi


Nachdem wir dann noch den Werkstattladen geplündert haben, fuhren wir wieder zurück nach Honkiniemie.
Jetzt gehen wir in die Sauna und springen noch in den See.
Euch eine gute Nacht und bis bald. Gruß von uns allen.

geschrieben: von der gesamten Gruppe

entspannung, überraschung und freundschaftsabend

Gestern, am Mittwoch, hatten wir einen Gammeltag.
Wir waren den ganzen Tag hier auf dem Gelände und erholten uns beim Boot fahren, Postkarten schreiben, Wäsche waschen, Buch lesen und Kaffee trinken und in der Sonne liegen.
Einige konnten es natürlich nicht lassen und mussten unbedingt Angeln und Pilze sammeln.
Das Pilzsammler hatten weniger Glück - sie sammelten hauptsächlich Schnackenstiche.
Die Angler dagegen hatten Stress. Ständig biss ein Fisch an, so dass sie einen Wurmbeauftragten losschicken mussten, um Nachschub zu holen.


Gerhard, der W.B. grub das halbe Gelände um. Jetzt liegen einige Steine frei auf denen wir klettern können.
In unserer Kaffeepause, im Freien, machten wir "Schnackenstich-Zählkontrolle" und Anna legte eine "Chartliste" an.
Auf Platz 1 befindet sich im Moment Edmund, er war ja auch beim Pilze sammeln mit dabei.
Wir werden euch aber über die Platzfolge auf dem Laufenden halten. (Der Sieger erhält stündlich eine extra Portion Fenistil!!!)

Beim Abendessen passierte es dann: plötzlich stand ein Mann vor uns und meine auf gut unterfränkisch: na ihr Schweifurter - wie geht´s euch denn so?
Gerd Müller der Vorsitzende der Deutsch-Finnischen Gesellschaft von SW befindet sich gerade hier in Finnland im Urlaub und kam extra bei uns vorbei.

Aber damit war unser Besuch noch nicht vollständig: wir warteten gespannt auf die Finnisch-Deutsche Delegation, die zu einem gemeinsamen Saunaabend kommen wollten.

Nachdem alle da waren, gingen wir erstmal getrennt, wie das hier in Finnland so üblich ist in die Saunen.
Die Männer mussten ein wenig leiden, denn ständig wurde ein Aufguss gemacht. Bei uns Frauen dagegen war es sehr gemütlich. Wir haben viel geratscht.
Das Beste aber war, nach der Sauna hüpften wir in den See um uns zu erfrischen - das war coooooollllll (für die meisten......)

Am Lagerfeuer grillten wir unsere mitgebrachten Nürnberger Bratwürstli und tranken einen guten Frankenwein.
Nach dem Essen gingen wir zum finnischen EveningSNACK.
Gemeinsam sangen wir noch das Franken- und Schweinfurtlied und ließen den Abend ausklingen.